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Why Moses Permits Divorce Despite the Seventh Commandment

Why does Moses allow divorce if the Seventh Commandment forbids adultery?

AdventAI

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Warum spricht Moses hier von Scheidung?

Moses befiehlt hier keine Scheidung — er ordnet ein Übel, das Israel bereits getan hat, und schränkt es ein. Die Scheidungsregel steht nicht im Widerspruch zum siebten Gebot, sondern setzt dieses voraus: Sie ist ein Zugeständnis an die Härte des Herzens, wie Jesus selbst erklärt Matthäus 19:8. Die Zehn Gebote sind Gottes moralisches Gesetz; dieser Abschnitt ist bürgerliches und soziales Recht für Israel als Volk, das ein schon bestehendes Unheil begrenzen sollte.

📜 Vers 1–2: Das Scheidebrief

„Wenn ein Mann ein Weib genommen und geehelicht hat, und es geschieht, dass sie keine Gnade findet vor seinen Augen, weil er etwas Schändliches an ihr gefunden hat: so soll er ihr einen Scheidebrief schreiben und ihn ihr in die Hand geben und sie aus seinem Hause entlassen." 5. Mose 24:1

Moses verlangte, dass ein Mann, der seine Frau fortschickte, ihr einen schriftlichen Scheidebrief in die Hand geben und sie aus seinem Haus entlassen musste. Das war eine förmliche Urkunde, die die Art des Streits festhielt, damit ein zweiter Mann, der die Ursache kannte, sie freiwillig nehmen konnte. Es war eine schriftliche Bestätigung der Scheidung, die sie erhielt, wenn sie keine Gnade in seinen Augen fand.

Doch dieser Grund „etwas Schändliches" wurde so weit gedehnt, dass die Scheidung leicht zu bekommen war, selbst aus nichtiger Vorliebe. Die Rabbiner deuteten die Bestimmung so weit, dass sie sogar als Ausrede für eine bloße Vorliebe zu einer anderen Frau dienen konnte.

❤️ Vers 3–4: Kein Zurückkehren

„Ihr erster Mann, der sie entlassen hat, soll sie nicht wieder zum Weibe nehmen dürfen, nachdem sie verunreinigt ist; denn das ist ein Gräuel vor dem HERRN." 5. Mose 24:4

Die Bestimmung, dass ein früherer Ehemann eine Frau, die einen anderen Mann geheiratet hat, nicht wieder zurücknehmen darf, ist ein Riegel gegen eine zerstörerische Verletzung des Eheverhältnisses. Solch eine Rückkehr wäre ein Gräuel vor dem Herrn und brächte Schande und Verwirrung.

Diese ganze Scheidungsregelung war ein Zugeständnis an menschliche Blindheit und Härte des Herzens, nicht Gottes ursprünglicher Plan für Ehe und Familie. Von Anfang an war es nicht so: Gottes Entwurf bei der Schöpfung verbindet Mann und Frau zu einem Fleisch, und was Gott verbunden hat, soll der Mensch nicht scheiden.

Gott regelte das Wegschicken der Frauen, weil es so häufig geworden war, dass eine Regel das Übel mindern musste. Diese Bestimmungen ertragen Verhalten, das hinter Gottes Willen zurückbleibt, und geben den Menschen Gelegenheit, seinen Willen zu lernen.

📖 Vers 5–7: Andere soziale Gesetze

„Wenn ein Mann ein neues Weib genommen hat, soll er nicht ins Heer ziehen, und man soll ihm nichts auferlegen; sondern er soll frei sein in seinem Hause ein Jahr lang und sein Weib erfreuen, das er genommen hat." 5. Mose 24:5

Diese Verse sind Teil von Israels sozialem Recht, das für Israel als Nation verbindlich war, aber nicht als Gesetz für spätere Völker, wenngleich seine zugrunde liegenden Grundsätze gelten bleiben. Vers 5 schützt die junge Ehe. Vers 6 verbietet, den Mühlstein als Pfand zu nehmen, denn der Mühlstein ist lebensnotwendig; wer dem Menschen die Mittel zum Leben nimmt, nimmt ihm gleichsam das Leben selbst. Vers 7 bestraft die Entführung eines Israeliten mit dem Tode, um das Böse aus der Gemeinde zu tun.

✝️ Der Kern: Warum kein Widerspruch zum siebten Gebot?

Jesus selbst hat diese mosaische Bestimmung aufgenommen und ihre weite Erlaubnis als ohne Geltung gegen die bleibenden Grundsätze von Gottes moralischem Gesetz erklärt. Auf die Frage der Pharisäer antwortete er:

„Moses hat euch wegen der Härte eures Herzens erlaubt, eure Weiber zu entlassen; von Anfang aber ist es nicht so gewesen." Matthäus 19:8

Die Scheidungsregel ist ein Zugeständnis an die Härte des Herzens, kein Ausdruck des ursprünglichen Ratschlusses für die Ehe. Sie gehört zum bürgerlichen Gesetz Moses', nicht zu den Zehn Geboten, und sie blieb bis zum Kreuz in Geltung. Ihr Unterschied zum moralischen Gesetz zeigt gerade den Unterschied zwischen dem, was bleibt, und dem, was aufgehoben wird.

Ein Mann darf sich nur dann scheiden lassen und wieder heiraten, wenn Unzucht, geschlechtliche Unmoral oder Ehebruch vorliegt. Sonst begeht er Ehebruch und macht seine Frau zum Ehebruch, und wer die geschiedene Frau heiratet, begeht ebenfalls Ehebruch. Das Eheband verbindet zwei Menschen und soll nur aus diesem Grund gelöst werden; der unschuldige Teil ist so frei, als wäre er durch Tod getrennt.So erklärt sich der Zusammenhang: Das siebte Gebot „Du sollst nicht ehebrechen" bleibt unverändert gültig. Die Scheidungsregel in 5. Mose 24 ist keine Abschwächung davon, sondern eine Ordnung für ein Übel, das Gott ertragen musste, weil die Herzen hart waren.

⛪ Was heißt das für uns?

Auch heute sind viele staatliche Scheidungsgesetze in ihrer Lockerheit jener alten Erlaubnis ähnlich. Christen dürfen sich nicht damit begnügen, gesetzlich gerechtfertigt zu sein, sondern müssen vor Gott nach der Schrift gerechtfertigt sein. Gottes ursprünglicher Entwurf bleibt die Richtschnur für die Gegenwart: Was Gott verbunden hat, soll der Mensch nicht scheiden Matthäus 19:6. Die Ehe ist ein heiliges Band, und die Treue zwischen Mann und Frau ist ein Abbild der Treue Gottes zu seinem Volk.

Wenn ich dir noch etwas zu einem anderen Vers oder zum Thema Ehe in der Bibel zeigen soll, sag einfach Bescheid. 😊

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